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- Umgebung -
Maria Laach - Laacher See
Der Laacher See
Am See zu Laach
Schau dort ins Tal!
Wir sind am Laacher See.
Ob rings die Höh´n auch grüne Wälder
krönen;
Hier wohnt ein tiefes, unnennbares Weh,
Klagelieder hörst du durch die Buchen tönen.
Man sagt, dass er vor Zeit ein Krater war,
Feuer spie die Erde hier mit grausem Stöhnen;
Jetzt liegt er still, tiefblau, durchsichtig, klar,
das hohe Schilf umflüstert rings das Ufer,
und drüber fliegt der Wasservögel Schar;
ein ferner Hirt ist hier der einz´ge Rufer...
Wolfgang Müller
(Aus dem Buch: "Heimat zwischen Rhein und Mosel"
1954 v. Dr. Heinz Müller, erschienen in Mayen; Stadtmuseum
Andernach.)
Mehr aus diesem Buch: Sagen
und Legenden...
Das
Vulkangebiet des Laacher Sees entstand in geologisch jüngster
Zeit (etwa vor 13000 Jahren).
Im Nordteil des heutigen Seebeckens, dort, wo mit 51,1 Meter
Wassertiefe dessen tiefste Stelle liegt, öffnete sich
ein Schlot, der phonolithische Bimsmassen auswarf, so dass
hohe Wälle entstanden und die Umgebung mit einer mehrere
Meter hohen Bimsdecke überschüttet wurde.
Feine Aschen wurden hoch hinauf geschleudert und durch Luftströmungen
bis in den Ostseeraum und das Westalpengebiet verfrachtet,
wo sie in Hochmoorablagerungen als millimeterdicke Schichten
zu finden sind. Es quollen auch Aschewolken aus dem Schlot
durch Täler in die Umgebung, ihre Ablagerungen werden
im Rheinland Trass genannt. Sie sind besonders mächtig
im Brohltal und in einem Seitental des Nettetales bei Kruft.
Über dem rasch entleerten Herd brach die Erdkruste
in einer 2 mal 3 Kilometer weiten Caldera ein, damit entstand
der Laacher Kessel.
Als letzte Auswirkung vulkanischer Erscheinungen finden wir
heute noch an der Ostseite des Sees Kohlensäureexhalationen,die
sich unweit des Ufers durch aufsteigende Gasblasen bemerkbar
machen.
Der
See ist ein Einbruchsbecken (Caldera), das sich allein durch
seine Größe von den Maaren der Westeifel unterscheidet.
Er bedeckt eine Fläche von 3,33 qkm bei 7,3 km Umfang,
seine Tiefe beträgt ca. 51,1 m. Gespeist wird er durch
Niederschlagswasser. Ursprünglich besaß der See
keinen Abfluß. Um aber die Klostergebäude vor Hochwasser
zu schützen, trieben die Mönche um 1163 einen Stollen
(Fulbertstollen) am südlichen Ufer durch den Ringwall
und schufen damit einen künstlichen Abfluß, der
den Seespiegel um ca. 5 m senkte. Dieser Stollen zerfiel im
Lauf der Jahre, wurde aber um 1844 durch einen etwas tiefer
gelegenen Stollen von 1.040 m Länge ersetzt, der den
Seespiegel nochmals um 5 Meter senkte. Das Seewasser fließt
heute noch in den Weiher an der Laacher Mühle und dann
durch den Laachgraben ab.
Einer der fünf geologischen Rundwanderwege im Vulkanpark
Brohltal-Laacher See führt um den See.
Auszüge aus einem Bericht der VG
Brohltal-Touristik
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